Neue Wasserleitung spart sechs Kilometer Fußmarsch
05.11.2011 - Usinger Anzeiger
Von Jens Demarczyk
Neu-Anspacher Hartmut Rings Verein „People-help-People/OneWorld“ hilft in Tansania
Der Neu-Anspacher Hartmut Ring ist richtig gut gelaunt. Das 62-jährige
Vorstandsmitglied des Idsteiner Entwicklungshilfe Vereins
„People-help-People/OneWorld“ bekam eine E-Mail aus Tansania. Mit dieser
wurde ihm mitgeteilt, dass das vom Verein initiierte Projekt der
Trinkwasserversorgung an der Msareni-Schule abgeschlossen ist.
Die Schule liegt im 2576-Einwohner-Dorf Nijari nahe der 150000 Einwohner
zählenden Stadt Moshi 800 Kilometer nördlich der Hauptstadt Daressalam.
„Das ist großartig - jetzt fließt erstmals Trinkwasser. Innerhalb des
vorgegebenen Zeitrahmens und innerhalb des zur Verfügung gestellten
Budgets ist die Trinkwasseranlage dort entstanden“, freute er sich über
die E-Mail von Boniface Mariki, dem Projektkoordinator der lokalen
Partnerorganisation Friends in Development Association (FIDA). Mit der
Inbetriebnahme des Versorgungstraktes entfällt für die 370 Kinder der
Schule und die Anrainer des Dorfes Nijari ein täglicher sechs Kilometer
langer Fußmarsch, um Trinkwasser zu beschaffen. Gebaut wurde mit
75-prozentiger Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche
Zusammenarbeit (BMZ), ohne den Kostenrahmen von 32000 Euro zu
überschreiten. „Das ist für Projekte dieser Art eine Seltenheit“, weiß
Ring, der seit 2008 regelmäßig in Sachen Entwicklungszusammenarbeit in
Tansania unterwegs ist.
Konkret wurde bei diesem Projekt seit Oktober 2010 eine
Trinkwasserentnahmestelle an der Quelle gebaut und um eine einen
Kilometer lange Versorgungsleitung von der Quelle bis zur Msareni-Schule
ergänzt. Darüber hinaus entstanden zwei Reservetankanlagen auf dem
Schulgelände (30000 Liter). Zu guter Letzt wurde die Wasserversorgung zu
allen Gebäuden des Schulbereiches wie Küche, Klassenräume,
Verwaltungsräume, Duschen, Toiletten und Außenanlagen installiert und
für die Übergabe vorbereitet. Nach Tansania
Die Übergabe der Anlage soll im Beisein des deutschen Botschafters in
Tansania, Klaus Peter Brandes, am 9. Dezember in Nijari stattfinden.
Dazu fliegt Ring mit seinem Vorstandskollegen Jürgen Nußbaum, ebenfalls
aus Neu-Anspach, am 23. November nach Tansania. Begleitet werden die
beiden von sieben Mitfahrern, darunter die
People-help-People-Vereinsmitglieder Christina Feix (23/ Neu-Anspach)
und Gotthard Schulze-Tigges (62/Berlin).
Nußbaum, der bei der Freiwilligen Feuerwehr Hausen aktiv ist, fährt das
zweite Mal nach Tansania. Er wird von seiner Frau Manuela und seinem
Sohn Marco begleitet. Vom „Tansania-Fieber“ ist Nußbaum ohnehin schon
seit seinem ersten Besuch Anfang dieses Jahres befallen: „Ich bin
gespannt, was wir diesmal sehen und wie unsere Hilfe und Hinweise in
Sachen Brandschutz beim ersten Besuch mittlerweile angewendet werden und
wie wir weiter unterstützen können.“ Nach der Rückkehr soll es im
Übrigen wieder einen Informationsabend geben, bei dem Nußbaum über die
Projekte berichtet, wie es kürzlich im bei der Hausener Feuerwehr im
Beisein des Neu-Anspacher Bürgermeisters Klaus Hoffmann geschah.
Den Originalbericht finden Sie im Usinger Anzeiger oder hier. |